Willkommen auf der Website des Patentjägervereins Appenzell A. Rh.

 



Hegeprojekte

   

Bericht des Kantonalen Hegeobmannes 

Der Bericht des Kantonalen Hegeobmannes fasst die Hegearbeiten des vergangenen Jahres zusammen:

 

 

 

Berichte über Hege-Projekte

 

 Schwarzwild 2017 / 2018

Im Hegering Mittelland wird die Jägerschaft schon seit mehreren Jahren vom Schwarzwild auf Trab gehalten. Im Gebiet Holderstock - Schwäbrig bis hin zum Sommersberg bricht das Schwarzwild in verschiedenen Jahreszeiten im Wiesland.


 

 

 

Jäger bei der Behebung der Schwarzwildschäden


 

Diese können mithelfen, wenn der Bauer schon 12 Arbeitsstunden in die Wiederherstellung investiert hat. Die Jäger sind nicht verpflichtet die Schwarzwildschäden zu beheben, können aber für ein gutes Verhältnis zwischen Bauern und Jägern beitragen.

Mit verschieden Jagdmethoden versucht die Jägerschaft das Schwarzwild „kurz“ zu halten. Organisierte Drückjagden, vorgezogener        Jagdbeginn oder der koordinierte Ansitz haben zum Erfolg geführt.

 

Eines hat sich bestätigt, zum Erfolg geführt haben; das Miteinander (Jagdverwaltung, Landwirte und Jäger), die Koordination, die Ausdauer und der Willen. 

Weidmannsheil!                                                                                                                                                                                                     Andreas Weder

 

 Hegearbeit in Eigeninitiative

 Im Hegering Mittelland hat ein Jungjäger in Eigeninitiative eine wertvolle Arbeit vollbracht.  





Im Gebiet Schwäbrig/ Gais wurde etliches Drahtgeflecht wilkürlich im Wald deponiert. ­Mit der Zeit eine Falle für Tier und Mensch. Der Wald, ein Lebensraum für die Tiere und ein Erholungsraum für die Menschheit und "nicht" eine Mülldeponie!

Selbständig räumte der Jungjäger das "Gefahrengut" aus dem Wald und entsorgte es fachgerecht.Die Natur wird es Ihm danken.

Hegering Obmann, Andreas Weder

 

Hegetag der Mittelländer Jäger 2018

Am Samstag 14. April 2018 trafen sich 10 Mittelländer Jäger um einen Hegeeinsatz zu leisten.

Es konnte in der Gemeinde Speicher in einem bereits langjährig, durch den Grundbesitzer zur Verfügung gestellten Wiesenteils, auf welchen bereits vor Jahren ein «Verbiss-und Pflanzgarten» angelegt wurde, ein Biotop erstellt, sowie wurde der Verbissgarten gepflegt.

Weiter wurden die Strassen von Speicher, Trogen und Teufen verblendet.

 


Die 10 anwesenden Jäger wurden durch den Gemeindehegechef für die Arbeiten aufgeteilt. So wurde um 07:30 Uhr mit den Arbeiten gestartet. Bereits vorgängig wurde das Biotop durch zwei Jäger projektiert, aufgezeichnet und eine Kostenberechnung erstellt.

Nachdem der Grundbesitzer das Gut zum Projekt gab, wurde vorgängig das notwendig Material wie Fliess, Teichfolie, Sandsteinschroppen und Holzschnitzel organisiert. Ebenso mussten die notwendigen Maschinen und verschiedenen Materialen zum Arbeitsplatz gebracht werden.
Am eigentlichen Hegetag wurde der Aushub erstellt. Dieser wurde anschliessend mit Fliess und der Teichfolie ausgelegt. Desweiteren musste der Zu- und Überlauf erstellt werden.
 

 




Die Umrandung des Teiches wurde mit den Sandsteinschroppen und Holzschnitzel abgeschlossen. Als alles bereit war, wurde der Zufluss, welcher aus dem Überlauf eines Brunnens mit Quellwasser aus der Liegenschaft versorgt wird, geöffnet. Der Überlauf vom Teich wird in den naheliegenden Bach abgeleitet. 




Weiter wurden im Verbissgarten Bäume und Sträucher zurückgeschnitten. In diesem Vebissgarten findet das Rehwild willkommene Äsung, im Frühjahr Knospen von Bäumen und Sträuchern. Die Sträucher dienen den Rehböcken zum «Fegen» ihres Geweihs. Dabei wird das alljährlich neu wachsende Geweih von der während dem Wachstum schützenden Bast befreit. Im Herbst dient das Obst dem Wild als willkommene Abwechslung und Futterreserve für die bevorstehenden Wintermonate.



Das Verblenden der Strassen mit roter Folie an Strassenpfählen, mit roter Folie eingefassten PET-Flaschen und alten CD’s soll das Wild in der Dämmerung und Nachts, verzögern die Strassen zu überqueren.

  

Die Jäger trafen sich mittags zum gemeinsamen Aser, bei schönstem Wetter!

 

Als am späteren Nachmittag das Biotop erstellt und die Strassen verblendet waren, sassen die Jagdkameraden bei Kaffee und Kuchen zusammen, bevor Maschinen und Werkzeuge zurück in ihre Magazine gebracht wurden.



Alle Jäger und der Grundbesitzer waren stolz und zufrieden über die geleisteten Arbeiten zu Gunsten der Natur und des Wildes.

 Mit Weidmannsgruss Felix Eberhard (Gemeindehegechef Speicher)

 

 

 

 

 

 


Jäger und Förster als Statistiker

Seit Jahren beteiligen sich die App. A. Rh. Patentjäger an der jährlichen Verbisskontrolle durch den Forstdienst. Sie registrieren in einem festgelegten Umkreis von rasterartig verteilten Kontrollpunkten die Art und Höhe der Jungpflanzen sowie jenen Anteil, bei welchem der Gipfeltrieb durch das Schalenwild verbissen worden ist.

Diese Erhebung macht den Einfluss des Schalenwildes auf den Jungwuchs messbar und vergleichbar. In der Wald-Wild-Diskussion treten Fakten an die Stelle von Meinungen und Mutmassungen. Nicht zuletzt eröffnet der direkte Kontakt zwischen Jägern und Förster einen anderen Zugang zur Diskussion um das richtige Gleichgewicht zwischen Wildbestand und Lebensraumkapazität. 

 

Förster Hans Beerli und Jungjäger Roger Blum lassen sich von schlechten Wetter nicht beeinträchtige

 

Stiftung “Naturland” – Stiftungsrat informierte sich über Lebensraumaufwertung

Kürzlich traf sich der Stiftungsrat der Stiftung Naturland zu seiner turnusgemässen Stiftungsratssitzung auf der Schwägalp. Als Rahmenprogramm liessen sich die Mitglieder durch einen Vertreter der Abteilung Wald und Natur des Kantons Appenzell Ausserrhoden auf eine kurze Exkursion führen, um die forstlichen Massnahmen zum Schutze des Auerwildes in Augenschein zu nehmen.  

Die Stiftung Naturland hat sich zum Ziel gesetzt, Projekte zur Schaffung und Bewahrung naturnaher Landschaften zu finanzieren. Sie wird hauptsächlich finanziert durch die Mitglieder des Schweizerischen Patentjäger- und Wildschutzverbandes SPW; entsprechend repräsentieren die Stiftungsräte die kantonalen Patentjägerverbände 

Bei ihrer kürzlichen Tagung auf der Schwägalp liessen die Stiftungsräte Besprechungsraum und Akten ab Mittag hinter sich, um sich durch einen Vertreter der Abteilung Wald und Natur im Grossraum Schwägalp die Massnahmen zur Förderung des Auerwildes erklären zu lassen. Der Rückgang des Auerwildes in den vergangenen Jahrzehnten wird vor allem auf zwei Ursachen zurückgeführt: Zum einen ist der Vogel empfindlich gegenüber Störungen durch den Menschen, zum anderen benötigt er lichte Waldstrukturen mit ausgeprägter Zwergstrauchflora. Letztere nehmen immer mehr ab, da Wälder in hohen Lagen kaum mehr kostendeckend zu bewirtschaften sind. Dadurch werden sie oft so dicht und dunkel, dass auf dem Waldboden keine geeignete Vegetation mehr gedeihen kann. 

Während das Problem der Störungen durch die Einführung von Wildruhezonen entschärft worden ist, hat die Abteilung Wald und Natur in Verbindung mit der Fachstelle für Natur und Landschaft mit einer Reihe von gezielten forstlichen Eingriffen lichte Waldstrukturen entstehen lassen, in welchen sich eine üppige, vor allem von Heidelbeere dominierte Bodenvegetation entwickeln konnte. Dass dies nach dem Geschmack des Auerwildes ist, zeigen vor allem gehäuft auftretende Losungen und vereinzelte Sichtbeobachtungen.

Die Vertreter des Stiftungsrates zeigten sich beeindruckt, wie hier mit verhältnismässig schonenden, die Bewirtschaftung wenig einschränkenden Massnahmen Erfolge erzielt werden konnten. Als wichtige Erfolgsfaktoren erwiesen sich dabei die kooperative Einstellung der Grundeigentümer sowie die fundierten Kenntnisse der Lebensraumansprüche des Auerwildes durch die Vertreter der Kantonalen Ämter. Dass damit nicht nur dem Auerhahn, sondern auch vielen anderen Tierarten von der Ameise bis zum Sperlingskauz, vom Schmetterling bis zum Hirsch,  geholfen werden konnte, liegt auf der Hand.

 


Patentjäger pflegen Hecken

Kürzlich hat eine Gruppe Appenzeller Patentjäger in Mohren, Reute, einen Pflegeeingriff bei einer vor 11 Jahren gepflanzte Hecke vorgenommen. Damit wird die langfristige Funktion der Hecke als wichtiges Lebensraumelement gesichert. 

Hecken erfüllen in unserer Kulturlandschaft vielfältige Funktionen – sie dienen als Winterquartier, Versteck, Kinderstube und Nahrungsquelle für viele Säugetiere, Vögel und Insekten. Damit das so bleibt, ist angemessene Pflege notwendig. Ohne Eingriff würde die Artenvielfalt leiden, weil wenige konkurrenzkräftige Pflanzen die übrigen nach und nach verdrängen und den Krautsaum durch Beschattung entwerten. Dank gezieltem Rückschnitt wird Überalterung vermieden, die Hecke dicht und vital erhalten. Dank Fachleuten in den eigenen Reihen lichteten die Jäger die Hecke aus und schichteten das Schnittgut zu Asthaufen, welche ebenfalls biologisch wertvolle Strukturelemente darstellen.

 

 

  

Der Rückschnitt von Kornellkirsche und Weissdorn erfolgte in einem zweiten Arbeitsgang 3 Wochen später um damit die frühe Blüte der Pflanzen als Bienenweide sicherzustellen.

Hegeobmann  Michael Künzler, Feb/März 2018

 

 

 

 

Patentjäger pflanzen Hecken

Seit Jahren engagieren sich die Appenzell-Ausserrhodischen Patentjäger für den Erhalt und die Aufwertung reichhaltiger Lebensräume für die Tierwelt – beileibe nicht nur für die jagdbaren Arten. Kürzlich pflanzte eine Gruppe Jäger in der Gemeinde Trogen eine Strauchinsel und eine neue Hecke mit einheimischen Pflanzenarten.

Hecken und Gebüschinseln bilden nicht nur ein belebendes Element in der Landschaft. Mit ihren Blüten sind sie Bienenweide und ziehen eine Menge Insekten an, welche wiederum der Vogelwelt einen gedeckten Tisch bescheren. Ihre Beeren sind bei den Singvögeln beliebt, um die Fettdepots vor dem Flug in die Winterquartiere aufzufüllen. Mit ihren dichten Zweigen und Dornen schützen sie vielfältiges tierisches Leben vor Feinden, puffern Witterungseinflüsse und erschliessen die angrenzenden Wiesen als Nahrungsquelle, indem sie Jagdwarten und Tagesverstecke bieten. So ist etwa bekannt, dass Spitzmäuse sich bis rund 200 m von Hecken entfernen, um Jagd auf Insekten und deren Larven zu machen – was weiter entfernt liegt, ist ihnen nicht mehr zugänglich.

Die Jäger pflanzten im April 2017 in Trogen unter der kundigen Leitung eines Försters mehr als 200 Einzelpflanzen, darunter Weissdorn, Heckenrose, Kornelkirsche, Holunder, wolliger und gemeiner Schneeball und Kreuzdorn. Die Aktion wurde initiert und unterstützt vom betroffenen Grundeigentümer und der Fachstelle Natur und Landschaft Appenzell Ausserrhoden.

 


  

Hege durch die Jäger in der Gemeinde Speicher

Am 25.04.2015 trafen sich neun Mittelländer Jäger in Speicher für einen Hegeeinsatz für die Pflege des Biotopes im Sägli und dessen Umgebung. Dieses wurde mit Hilfe der Jägerschaft vor 30 Jahren erstellt. Ebenfalls wurden die Strassen des Hegegebietes Speicher verblendet. Nach Absprache mit dem Besitzer des Biotopes organsierte der Gemeindehegechef den Hegeeinsatz. Solche Hegeeinsätze sind ein Teil der Arbeiten der Jäger unter dem Jahr. Diese dienen zur Lebensraumverbesserung der Tierwelt. Im Sägli wurden Bäume und Sträucher zurückgeschnitten. Mit dem Schnittholz wurden Asthaufen am Waldrand geschaffen, welche diversen Kleinstlebewesen neuen Lebensraum bieten. Die zurückgeschnittenen Sträucher und Bäume dienen dann mit neuer Kraft den Wildtieren, aber auch den Vögeln und Insekten. In den nächsten Wochen wird im Biotop, in welchem ein Entenpaar heimisch ist noch ein Entenkorb gesetzt. Dieser bietet den gefiederten Freunden Schutz vor dem Fuchs. Die Strassen wurden verblendet indem die Strassenpfähle mit roter Folie versehen wurden. Ebenso wurden Pet-Flaschen, welche ebenfalls mit roter Folie überzogen wurden, sowie CD’s aufgehängt. Diese Massnahmen sollen nachts helfen, bei Annäherung eines Fahrzeuges das Wild vor einer unmittelbaren Überquerung der Strasse zu verzögern, damit es nicht zu einer Kollision mit dem Strassenverkehr kommt.

Gemeindehegechef Speicher, Felix Eberhard

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jäger pflanzen Hecke

Eine Gruppe der Vorderländer Patentjäger hat in Zusammenarbeit mit einem privaten Grundstückbesitzer im List, Heiden, mit über 200 Jungpflanzen eine neue Hecke angelegt.

Die Hecke ersetzt eine Eschen-Staudenzeile, welche wegen einer Zufahrt weichen musste. Die neu gepflanzte Hecke mit rund 15 einheimischen Straucharten wird sich zu einem ökologisch bedeutend wertvolleren Lebensraum-Element entwickeln: Sie wird mit ihren Blüten zahlreiche Insektenarten anlocken, wird als Bienenweide einladen, wird Singvögeln Niststätte im Frühling bieten und ihnen üppige Beerenernte im Herbst versprechen. Darüber hinaus wird sie als Erosions- und Windschutz geschätzt werden.

Die Jägerschaft erfüllt mit ihrem Einsatz zugunsten intakter Lebensräume einen gesetzlichen Auftrag. Die heiteren Gesichter auf dem Foto beweisen, dass solche Einsätze gerne geleistet werden.

Michael Künzler 
Hegeobmann Appenzell Ausserrhoden

 


Dank Fachleuten in den eigenen Reihen
 konnten die Jäger eine professionelle
Ausführung gewährleisten.

Appenzeller Patentjäger pflegen Hecken

Hecken vermögen Wildtieren auf engem Raum vielerlei zu bieten: Schutz vor Feinden und vor Witterungsunbill, Deckung, Nahrung, Schlaf- und Nistplätze, Jagd- und Ansitzwarten. Die Tierwelt in einer artenreichen Hecke reicht von Spinnen, Käfern, Bienen, Amphibien bis zu Vögeln und Säugern. Für jeden hat der „Lebhag“ einen geeigneten Platz bereit.

Damit das so bleibt, unternahm eine Gruppe von Vorderländern Patentjägern in der Gemeinde Wald eine Hegeaktion zur Pflege von Hecken. Mit gezieltem Rückschnitt wurden Hecken verjüngt. Schnellwüchsige, dominante Arten wurden zugunsten von langsamwüchsigen auf den Stock gesetzt, der Schattenwurf auf den einfassenden Krautsaum wurde dadurch reduziert. Mit abschnittweisem Rückschnitt vor Beginn der Vegetationszeit wird der Eingriff für die Bewohner möglichst schonend durchgeführt.

 

 

 

Mehr als 200 Heckensträucher gepflanzt

Kürzlich hat eine Gruppe Appenzeller Patentjäger in Stein eine Wiesenparzelle mit einheimischen Heckensträuchern bepflanzt. Mit dieser Aktion wird der Lebensraum für einheimische wildlebende Tierarten aufgewertet – nicht nur für jagdbare.

Die Jagdorganisationen stehen in der Pflicht, in Zusammenarbeit mit Jagdverwaltung und Wildhüter für die Hege des Wildes zu sorgen. Diese Aufgabe hat sich im Laufe der Jahre erheblich gewandelt. Während man beim Begriff „Hege“ früher vorwiegend an die Winterfütterung des Wildes dachte, stehen heute Massnahmen zur Verbesserung der Lebensräume im Vordergrund.

Tatsächlich bringt eine Bereicherung der ausgeräumten Kulturlandschaft mit eingestreuten Gruppen einheimischer Sträucher vielerlei Gewinn. Die Blüten von Kornelkirsche, Schwarzdorn, Schneeball, Vogelkirsche, Holunder, Liguster und vielen andere Pflanzen spielen eine Rolle als Bienenweide und fördern reiches Insektenleben, zumal sich die Blütezeiten der verschiedenen Arten über eine lange Zeitspanne ablösen. Wo viel Insekten sind, ist der Tisch auch für die Vogelwelt gedeckt, zumal dieselben Straucharten nahrhafte Beeren im Frühherbst liefern. Diese sind wiederum willkommen, wenn es um den Aufbau von Energiereserven für den bevorstehenden Vogelzug geht. Dornige Dickichte bieten aber auch geschützte Niststätten für den gefiederten Nachwuchs und behaglichen Unterschlupf für vielerlei anderes Getier, beispielsweise Igel oder Feldhase. Das Rehwild schätzt Knospen und Triebe vieler einheimischer Straucharten – etwa Pfaffenhütchen, Heckenrose und Feldahorn – als Nahrung im Winter und in der Übergangszeit. Damit wird es vom Verbiss wirtschaftlich bedeutenderer Baumarten abgelenkt.

Die Jäger pflanzten trotz zeitweisem Regen mehr als 200 einheimische Sträucher von rund 20 verschiedenen Arten. Ein gemeinsamer Znüni betonte die kameradschaftliche Seite des Unternehmens.

 

Die richtige Technik beim Einpflanzen
entscheidet massgeblich über den Erfolg –
 dank Fachleuten in den eigenen Reihen
war eine kompetente Leitung
der Aktion sichergestellt.

 

 

 


pro natura  St.Gallen - Appenzell

rechtobler Natur - Lokalgruppe, WWF & Patentjäger vollziehen aktive Waldwiesenpflege im Waldreservat Gupfloch

Die Schaffung von Lothar-Waldreservaten war Teil der Bewältigung der Folgen des Wintersturms Lothar vom 26.12.1999. Die eidgenössische Forstdirektion stellte Gelder für deren Errichtung in Wäldern in Aussicht, die vom Sturm "deutlich geschädigt" waren. Im Bereich des Gupfloch's war dies zweifelsfrei der Fall: allein auf der Fläche des heutigen Sonderwaldreservates von 4,5 Hektaren hatte Lothar 120 Kubikmeter Holz umgelegt. So haben Kanton und die Gemeinde 2003 einen Vertrag zur Errichtung eines Lothar- Waldreservates unterzeichnet. Darin sind die Reservatsfläche und der Wald beschrieben, ein Nutzungsverzicht festgehalten und die Abgeltung durch Bund und Kanton geregelt. Der Ertragsausfall  und das "liegen zu lassende Wildwurfholz" wurde mit rund 18'000 Franken abgegolten.

Nebenstehende Abbildung zeigt durchgezogen-umrandet die Dimensionen des Reservates mit den sogenannten Freihalteflächen, die wir als obere und untere Waldwiese bezeichnen. Diese beiden Flächen sind denn auch vom Nutzungsverzicht, der für 50 Jahre gilt, ausgenommen. Sie sollen gemäss Vertrag "im Sinne einer Behandlung als Sonderwaldreservat weiterhin zur Bereicherung der Waldstrukturen und deren Artenvielfalt offen bleiben". Die Erfüllung dieser Auflage bedingt eine jährliche Mahd der Wiesen und periodische Eingriffe um ausreichend Lichteinfall auf die Wiesen zu gewährleisten.

Trotz - wie so oft in diesem Sommer - eher unsicherer Wetterprognose wagten wir unseren jährlichen Einsatz im Gupfloch. Eine grosse Fläche der beiden Waldwiesen kann mittlerweile mit dem Motormäher bearbeitet werden. Mitarbeiter des Forstamtes übernehmen dies jeweils an einem der Tage vor unserem Hegeeinsatz, sodass wir mit den Sensen noch "Feinarbeit" leisten und s'Ligig zusammenrechen und aus den Wiesen tragen. So ist unsere Arbeit in den vergangenen 13 Jahren um Einiges leichter geworden. Für's Gemütliche, für Essen & Trinken und gute Gespräche war denn auch genügend Zeit vorhanden.

Text: Emanuel Hörler