Willkommen auf der Website des Patentjägervereins Appenzell A. Rh.

 



NEWS vom Patentjägerverein AR

 

 

Hauptversammlung des Patentjägervereins Appenzell Ausserrhoden

 

Der Vorstand (mit neuen und abtretenden Kollegen) 

 


 


Der Patentjägerverein Appenzell A.Rh. lud am 4. Mai 2018 zur Hauptversammlung ins Restaurant Krone Wolfhalden. Der Einladung ins Appenzeller Vorderland folgten 83 der insgesamt 170 Mitglieder.  

 Urs Dörig begrüsst nach seinem ersten Amtsjahr als Präsident Mitglieder und Gäste. Mit speziellem Weidmannsgruss hiess er Dölf Biasotto willkommen, Direktor des Departementes für Bau und Volkswirtschaft und damit der höchste Jagdherr des Kantons. Der im Jahr 2017 gewählte Regierungsrat wohnte der Versammlung ebenfalls das erste Mal bei und überraschte die Jägerschaft gleich zweifach: Zum einen begründete er mit einem Augenzwinkern und dem Verweis auf seinen Taufnamen, weshalb er persönlich der Jägerschaft lieber mit dem Gruss „mit Jägers Gfell“ statt mit dem üblicheren „Weidmanns Heil“ gegenübertrete und zum anderen brachte er mangels eigener praktischer Erfahrung statt einer jagdlichen Trophäe Bilder seiner Fossiliensammlung mit, die offensichtlich seine Passion darstellt. Die Jägerschaft verdankte seine „Antrittsrede bei den Patentjägern“ mit warmem Applaus. 

Ein herzliches „sönd willkomm“ galt auch diversen Gästen und Referenten, wie David Clavadetscher, Geschäftsführer von JagdSchweiz, Peter Weigelt, Präsident von Revierjagd St. Gallen, Lukas Tobler und Christian Meienberger (Präsident resp. Vorstand von Pro Natura St. Gallen – Appenzell), Tobias Obwegeser (Stv. Kantonstierarzt beider Appenzell), Gino Pauletti, Gemeindepräsident der Gastgebergemeinde und vielen weiteren Personen in diversen Funktionen der Jagd. Ein besonderer Gruss galt zudem den Kollegen der Jagdhornbläsergruppe Waldkauz, welche einmal mehr das musikalische Rahmenprogramm gestaltete. 

 Der Jahresbericht des Präsidenten stand ganz im Fokus der Schwerpunktthemen der Vorstandstätigkeit des letzten Jahres. Er unterstrich insbesondere die Wichtigkeit einer transparenten und gewinnenden Öffentlichkeitsarbeit durch die Jägerschaft, gerade in Zeiten, in welchen die Jagd von einem Teil der Gesellschaft eher kritisch oder gar ablehnend beurteilt wird. Urs Dörig weist in diesem Zusammenhang auf die Sonderschau „Jagd und Biodiversität“ an der OLMA 2018 hin, an welcher sich der Patentjägerverein ebenfalls beteiligten wird.

 Urs Dörig verdankte den zurücktretenden Vorstandsmitgliedern Michael Künzler (Vizepräsident und Hegechef), Kurt Bossard (Hundeobmann) sowie Sämi Eisenhut (Aktuar) ihr grosses Engagement für die Ausserrhoder Jägerschaft und er begrüsst zugleich die neu gewählten Stefan Signer, Werner Eugster und Oliver Mildner im Kreis des Vorstands. Zählt man die unterschiedlichen Funktionen zusammen, waren Michael Künzler 33 und Kurt Bossard 18 Jahre für die ausserrhoder Jägerschaft tätig, weshalb ihnen die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde. Mit einem musikalischen Gruss der Jagdhorngruppe Waldkauz wurden die neuen Ehrenmitglieder aufgenommen aber auch die im Vereinsjahr verstorbenen Jagdkollegen geehrt.

 Im informativen Teil der Hauptversammlung brachte der Stv. Kantonstierarzt und Jagdkommissionsmitglied, Tobias Obwegeser, die Jägerschaft auf den neusten Stand im Zusammenhang mit den Änderungen aus der Lebensmittelgesetzgebung, welche die Jäger ab dem neuen Jagdjahr zu berücksichtigen haben.  


Als zweiter Redner brachte Christian Meienberger, den ausserrhoder Jägern die Strukturen und die Tätigkeit von Pro Natura St. Gallen – Appenzell näher. Pro Natura setzt sich in den 3 Kantonen für über 90 Naturschutzgebiete und Schutzobjekte ein. Insbesondere die Berichte aus den beiden Schutzgebieten Kaltbrunner Riet und Alp Ergeten stiessen bei den Jägern auf grosses Interesse. Einmal mehr zeigte sich, dass die Interessen der Jägerschaft und von Pro Natura in vielen Positionen oft näher liegen, als dies vermeintlich an Stammtischen kolportiert wird. Bezeichnenderweise sind die Ziele von Pro Natura mit dem Zweckartikel unserer Jagdgesetzgebung nahezu wortidentisch. Nach dem interessanten Vortrag wissen die Jäger, dass man eigentlich der gleichen Passion frönt, namentlich dem Interesse an der Artenvielfalt und dem Erhalt der Lebensräume der einheimischen und ziehenden wildlebenden Tiere. Nur die Information, das gegenseitige Verständnis und der Dialog bringt uns in den (noch) unterschiedlichen Positionen näher. 

 David Clavadetscher, Geschäftsführer JagdSchweiz erwähnte die in Zürich vor der Abstimmung stehende Initiative zur Abschafffung der Volksjagd, welche momentan die ganze Aufmerksamkeit von JagdSchweiz fordere. Er informierte, dass die Umsetzung der EU-Waffenricht-linie im Rahmen der Schengenanpas-sung in schweizerisches Recht, die Jäger nicht betreffe. 

 Nachdem der Präsident den offiziellen Teil der Hauptversammlung geschlossen hatte, klang der Abend im Dialog beim vom Gemeindepräsidenten offerierten Kaffe aus.

Felix Ludwig

         Regierungsrat Dölf Biasotto

 

                               

                                                  Jagdhornbläsergruppe "Waldkauz"


 

  



 Fuchsjagd - elf Füchsen ging es diese Nacht an den Kragen

Jäger aus dem Mittelland waren in der Nacht auf der Lauer.

 

 

 

 

 

 

 

Die niedlichen Tiere sind Träger des gefürchteten Fuchsbandwurms, der beim Menschen zu einer lebensgefährlichen Bandwurmerkrankung führen kann, sowie von Staupen und Räude, die auf Haustiere übertragen werden können. Um die Ueberpopulation zu reduzieren, werden sie intensiv bejagt. In der Nacht auf den Samstag 3. Feb. 2018 waren ein Dutzend Jäger aus dem Mittelland auf der Lauer und präsentierten am Morgen in Teufen ihre Beute.

Eigentlich hätte die Fuchsnacht wie gewohnt anfangs Januar stattfinden sollen, das Wetter war aber ungünstig, weil kein Schnee lag. "Diese Nacht waren die Bedingungen nun ideal, da eine dünne Schneedecke lag. Das ist entscheidend, damit die Füchse in der Nacht von blossem Auge sichtbar sind", sagt Bezirkshegeobmann Andi Weder aus Teufen.

Die Jäger waren diese Nacht auf der Lauer und wandten dabei vorschriftsgemäss die sogenannte Passjagd an. Passjagd bedeutet, dass der Jäger nicht in freier Wildbahn unterwegs ist, sondern aus einem festen Objekt heraus auf die Füchse anlegt. Dabei kommt Schrotmunition mit 3,5mm Dicke zum Einsatz. Geschossen werden darf nur, wenn der Fuchs näher als 35 Meter entfernt ist.

Auf der Lauer war auch der Teufner Jäger Häsi Zellweger, der die Fuchsnacht vor drei Jahren initiiert hatte. Um die Tiere anzulocken und einen sauberen Schuss anzubringen, hatte er kleine Köder ausgelegt. Und tatsächlich konnte er diese Nacht von seinem Haus im Farnbüel aus mehrere Füchse beobachten, die zum Teil in Gruppen bis zu vier Tieren unterwegs waren. Die Distanz war jedoch zu gross. Erst gegen Morgen gelang ihm dann ein Abschuss aus sicherer Distanz.

 





 Um acht Uhr morgens trafen sich die Jäger mit ihrer Beute in der Lortanne und legten sie akkurat aus.

Andi Weder zeigt auf seinem Handy Fotos von Füchsen, die massiv von der Fuchsräde befallen sind. Anderseits wurde bei einem Fuchs die Fuchsräude festgestellt, eine auch auf Hunde übertragbare Milbenkrankheit bei Füchsen, Mardern und Dachsen, die zu einem Haarausfall und in den meisten Fällen zu Tod führt.

Häsi Zellweger, der diesen Fuchs erlegt hatte, erhielt dafür den Hegepreis. Die Fuchsräude ist für den Hegeobmann ein Indiz für eine Ueberpopulation des Fuchses und ein weiterer Grund für die Reduktion des Bestandes.

 


  Die toten Füchse werden nun "abgebalgt", wie es in der Weidmannssprache heisst: Das Fell wird ihnen abgezogen; der "Kern" sprich der restliche Tierkörper wird der Tierkadaververwertung zugeführt. Aus Vorsicht vor übertragbaren Krankheiten zog Hegeobmann Andi Weder Plastikhandschuhe über, als er die Tiere auslegte.

Die Felle werden jeweils an den Pelzfellmärkten in Altstätten, Lichtensteig und Thusis an Fellhändler verkauft. Der Ertrag von 11 Franken pro "Balg" ist allerdings bescheiden und deckt den Aufwand bei weitem nicht. "Darum geht's es aber auch nicht, für uns ist die Jagd ein Dienst an der Natur, eine Passion, die sich nicht mit Geld aufwiegen lässt", sagt ein Jäger.

Bei einem zünftigen Zmorgebuffet im nahen Restaurant Gemsli wurde die erfolgreiche vierte Fuchsjagd abgeschlossen und Erfahrungen der Nacht ausgetauscht.

Autor: Erich Gmünder / 4.02.2018

  

 

Erholungssuchende beeinträchtigen Jagderfolg 2017

Die Niederjagd auf Rehe und die Hochjagd auf Hirche und Gämsen ist zu Ende. Der Sollabschuss bei den Rehen wurde nicht ganz erreicht. Nach einigen Tierarten wird weiterhin gejagt.

Während der Rehwildjagd vom 4. September bis zum 4. November 2017 wurden total 391 Tiere erlegt. Dies entspricht gemäss Medienmitteilung 83 Prozent des Abschlussplanes. Das sehr schöne Wetter im Oktober und die aussergewöhnlich gute Pilz- und Beerensaison hätten dazu geführt, dass in den Lebensräumen der Wildtiere viel Betrieb durch Erholungssuchende herrschte. Dies beeinträchtigte auch den Jagderfolg. Trotzdem konnten im ganzen Kanton gut vier Fünftel des Sollabschusses erreicht werden. Da die Wildschäden in diesem Jahr im ganzen Kanton tragbar seien, müsse der Abschussplan beim Rehwild nicht vollständig erreicht werden, heisst es weiter. 

Auf der Hochjagd, die in zwei Jagdperioden vom 4. bis 23. September und vom 6. November bis 11. November durchgeführt wurde, konnten 47 Stück Rotwild (Hirsche) und 10 Gämsen erlegt werden. Damit wurden die Abschussziele erreicht.

Wie es abschliessend in der Mitteilung heisst, sei die vergangene Nieder- und Hochjagd von der Jägerschaft verantwortungsbewusst durchgeführt worden. Unfälle gäbe es keine. Weiterhin offen ist die Jagd auf Dachse (bis 13.01.2018), Wildschweine (bis 31.01.2018) sowie die Passjagd auf Steinmarder und Rabenvögel (je bis 15.02.2018) und auf Füchse (bis 28.02.2018)

Quelle: Departement Bau und Volkswirtschaft AR

 

 

Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch

Informationen des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLV)

Nachdem in Tschechien und in Rumänien neue Ausbrüche gemeldet wurden, informiert das BLV über die nötigen Vorsichtsmassnahmen, um die Einschleppung der ASP in die Schweiz unter allen Umständen zu verhindern. Das Informationsmaterial ist auch in Tschechisch, Rumänisch, Polnisch und Russisch verfügbar. Die Vorsichtsmassnahmen richten sich vornehmlich an Personen, die aus den von der ASP betroffenen Regionen in die Schweiz einreisen (Tierhalterinnen und Tierhalter, Saisonniers, Fernfahrerinnen und Fernfahrer), aber auch an Touristen aus der Schweiz, die von einer Jagdreise zurückkehren.

Für Reisende in / aus den ASP- betroffenen Gebieten, insbesondere Tierhalter, Saisonarbeiter auf landwirtschaftlichen Betrieben und Fernfahrer, gelten die folgenden dringenden Hinweise:

° Bringen Sie keinen Reiseproviant (Fleisch- und Wurstwaren) aus den betroffenen Gebieten mit

° Das Verfüttern von Küchenabfällen an Haus- und Wildschweine ist verboten

° Entsorgen sie generell Speiseabfälle in verschlossenen Müllbehältern

° Bei Jagden in Ländern mit ASP befolgen Sie strikte Hygienemassnahmen, Reinigen der Jagdbekleidung und Jagdgeräte,

° Verzichten Sie auf Jagdtrophäen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierseuchen/uebersicht-seuchen/alle-tierseuchen/afrikanische-schweinepest-asp.html

 

Klassische Schweinepest KSP und Afrikanische Schweinepest ASP